Beistelltisch EE 61

Walter Gropius, 1961

Egon Eiermann zählt zu den bedeutendsten deutschen Architekten und Gestaltern der Nachkriegsmoderne. Mit Bauten wie der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin, der Deutschen Botschaft in Washington und dem Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“ in Bonn prägte er das Bild eines modernen, weltoffenen Deutschlands. Doch Eiermann dachte Gestaltung nie ausschließlich in den Dimensionen großer Architektur. Auch seine Möbel und Leuchten folgen derselben Haltung: konstruktiv klar, funktional durchdacht und bis ins Detail präzise.

Der 1961 entworfene Beistelltisch EE 61 bringt diese Prinzipien auf kleinstem Raum zusammen. Sein filigranes Gestell aus verchromtem Metall trägt eine runde, lackierte Platte. Die Konstruktion bleibt vollständig sichtbar und bestimmt zugleich die Gestaltung – typisch für Eiermann, der Tragwerk und Funktion nicht verbergen, sondern zum Ausdruck des Entwurfs machen wollte.

Leichtigkeit und Stabilität

Trotz seiner optischen Leichtigkeit steht der EE 61 stabil und sicher. Die feinen Metallstreben zeichnen eine klare räumliche Struktur, während die kreisrunde Platte einen ruhigen Gegenpol bildet. Aus Linie und Fläche entsteht ein ausgewogenes Möbel, das sich selbstverständlich in unterschiedlichste Interieurs einfügt.

Die Platte liegt sicher und rutschfest auf dem Gestell. Sie lässt sich abnehmen und unabhängig vom Tisch als Tablett verwenden. Damit verbindet Eiermann eine reduzierte Form mit einem überraschenden funktionalen Mehrwert.

Der EE 61 ist wahlweise mit einer oder zwei Platten erhältlich. In der Ausführung EE 61/1 bleibt der Beistelltisch besonders leicht und transparent. Die Variante EE 61/2 bietet mit einer zusätzlichen unteren Ablage Platz für Bücher, Zeitschriften oder andere Dinge, die griffbereit sein sollen. Die lackierten Platten sind in Schwarz oder Weiß verfügbar.

Ein Möbel zwischen Architektur und Alltag

Eiermann entwickelte viele Möbel im Zusammenhang mit seinen Bauaufgaben und verstand Architektur und Einrichtung als gestalterische Einheit. Diese Nähe zur Architektur ist auch beim EE 61 unmittelbar spürbar. Das verchromte Gestell wirkt wie ein fein gezeichnetes Tragwerk, das mit möglichst wenig Material ein Höchstmaß an Klarheit und Funktion erreicht.

Neben Sofa oder Sessel, als Ablage im Schlafzimmer, in einer Bibliothek oder in repräsentativen Räumen: Der EE 61 nimmt sich optisch zurück und besitzt dennoch eine unverwechselbare Präsenz. Seine ausgewogenen Proportionen und seine konstruktive Logik machen ihn zu einem zeitlosen Beispiel deutscher Nachkriegsmoderne.

TECNOLUMEN fertigt den Beistelltisch in hochwertiger Verarbeitung nach dem Entwurf Egon Eiermanns. Mehr als sechs Jahrzehnte nach seiner Entstehung erscheint der EE 61 noch immer bemerkenswert gegenwärtig – ein vielseitiges Gebrauchsmöbel und zugleich ein kleines Stück Architektur.

Design: Egon Eiermann, 1961
Gestell: Metall, verchromt

Varianten:
EE 61/1: Beistelltisch mit einer Platte
EE 61/2: Beistelltisch mit zwei Platten

Ausführungen:
SW: Platte schwarz lackiert
W: Platte weiß lackiert

Varianten

EE 61/1 ...
EE 61/2 ...

Walter Gropius

Walter Gropius

Walter Gropius zählt zu den einflussreichsten Architekten und Gestaltern des 20. Jahrhunderts. Als Gründer des Bauhauses prägte er ein neues Verständnis von Gestaltung: Architektur, Kunst, Handwerk und industrielle Fertigung sollten nicht getrennt voneinander gedacht werden, sondern gemeinsam eine zeitgemäße Lebenswelt formen.

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