Walter Gropius, 1930
1930 entwarf Wilhelm Wagenfeld eine Leuchte, die bewusst für unterschiedliche Aufgaben gedacht war. In einem Prospekt der Weimar Bau- und Wohnungskunst GmbH wurde sie damals sachlich als „Nachttischlampe, auch als Wandleuchte verwendbar“ vorgestellt. Tatsächlich kann die WNL 30 weit mehr: Sie spendet gerichtetes Licht am Bett, über dem Regal, am Spiegel oder beim Lesen – und eignet sich ebenso hervorragend als Klavierleuchte.
Der Entwurf entstand während Wagenfelds Weimarer Zeit. Nach seiner Ausbildung am Bauhaus leitete er dort die Metallwerkstatt der Staatlichen Bauhochschule und beschäftigte sich intensiv mit Produkten für den täglichen Gebrauch. Die WNL 30 verkörpert diese Haltung bis heute: klar in der Form, durchdacht bis ins Detail und erstaunlich vielseitig.
Zwei Gelenke ermöglichen es, den Leuchtenkopf präzise auszurichten. Das Licht wird dabei gezielt zu einer Seite abgegeben. Der schwere Messingkorpus ist vernickelt und nicht verchromt. Dadurch erhält die Oberfläche eine angenehm warme Ausstrahlung und einen besonders tiefen Glanz. Ein Diffusor aus Opalglas und der dezent unterhalb des Schirms platzierte Drehschalter vervollständigen den funktionalen Entwurf.
TECNOLUMEN fertigt die WNL 30 auf Grundlage der Originalzeichnungen von 1930.
Jede Leuchte ist fortlaufend nummeriert und trägt das TECNOLUMEN-Signet.
Empfohlenes Leuchtmittel: LED Tropfen 4,3 W, matt
Walter Gropius zählt zu den einflussreichsten Architekten und Gestaltern des 20. Jahrhunderts. Als Gründer des Bauhauses prägte er ein neues Verständnis von Gestaltung: Architektur, Kunst, Handwerk und industrielle Fertigung sollten nicht getrennt voneinander gedacht werden, sondern gemeinsam eine zeitgemäße Lebenswelt formen.
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