Walter Gropius, 1929
Wer die Bauhausbauten in Dessau besucht, begegnet ihr immer wieder: der HMB 29 Bauhaus-Pendelleuchte von Marianne Brandt. Mit ihrer leuchtenden Glaskugel fügt sie sich selbstverständlich in die klare Architektur ein. Einzeln setzt sie einen ruhigen Mittelpunkt, in Reihen gibt sie Räumen Rhythmus.
Marianne Brandt entwarf die Leuchte 1929. Als Gestalterin und zeitweilige Leiterin der Bauhaus-Metallwerkstatt verband sie handwerkliches Experiment mit dem Anspruch industrieller Fertigung. Gute Gestaltung sollte ihren Weg in den Alltag finden. Die HMB 29 steht für diese Idee: Im Katalog des Berliner Herstellers Schwintzer & Gräff von 1928/1929 wurde sie bereits mit präzisen Maßangaben dokumentiert. Diese bildeten später die Grundlage für die originalgetreue Wiederauflage von TECNOLUMEN.
Die Raffinesse des Entwurfs zeigt sich im Glas: Die obere Kugelhälfte ist ätzmatt, die untere besteht aus glänzendem Opalglas. Allein die unterschiedlichen Oberflächen gliedern die klare Form. Die schlanke Aufhängung aus vernickeltem Metall tritt dabei zurück und überlässt dem Licht die Wirkung.
Mit zwei Kugeldurchmessern eignet sich die HMB 29 für unterschiedliche Räume – über einem Esstisch ebenso wie in Fluren oder großzügigen Eingangsbereichen. Ihre Präsenz entsteht aus ausgewogenen Proportionen und bewusst gewählten Materialien. Ein Entwurf, der bis heute zeigt, wie eng Licht und Architektur zusammengehören.
Lieferbare Kugeldurchmesser: 250 oder 400 mm
Material: Vernickeltes Metall, Glas oben ätzmatt, unten glänzendes Opalglas
Jede Leuchte ist fortlaufend nummeriert und trägt das Signet TECNOLUMEN/BAUHAUS.
Empfohlenes Leuchtmittel: LED-Lampe 8 W, matt
Walter Gropius zählt zu den einflussreichsten Architekten und Gestaltern des 20. Jahrhunderts. Als Gründer des Bauhauses prägte er ein neues Verständnis von Gestaltung: Architektur, Kunst, Handwerk und industrielle Fertigung sollten nicht getrennt voneinander gedacht werden, sondern gemeinsam eine zeitgemäße Lebenswelt formen.
Mehr über Walter Gropius erfahren